Wo sind die Energieräuber?
Viertklässler suchten Energieräuber
und lernten, wie man sie bekämpfen kann
Walter Hubbuch:Den
Schülerinnen und Schülern aus Klasse vier der Leibertinger Wildensteinschule
sollte ein Licht aufgehen: viele Transportboxen trugen die Schüler
vom Auto des Energiedetektiven Jörg Zenker in ihr Klassenzimmer. Allein
schon damit wurde die Neugierde riesengroß auf das was da kommen
sollte. Im Auftrag des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg führte
einer der beiden Energiedetektive im Land die umfangreiche Mitmachaktion
an der örtlichen Grundschule durch, bei der die Schüler während
eines Unterrichtsmorgens spielerisch und aktiv entdecken, messen, testen
und vergleichen können. Auf diese interaktive Weise konnten sie erfahren,
wie Energie entsteht und wie sie den Energiedieben im Alltag auf die Spur
kommen können.
„Ede“, der Energiedetektiv brachte viel
interessantes Gerät mit, Messgeräte, Lampen, Windrad, Solarzellen,
Messgeräte für Licht und Strom, die Schüler selbst von zuhause
elektrische Kleingeräte. Es wurde untersucht, wie Strom bei einem
Kurbelgenerator entsteht, wo es im Klassenzimmer am wärmsten, am kältesten,
welches Leuchtmittel wie viel Strom verbraucht, wie Bewegungsenergie in
elektrische Energie umgewandelt wird, wie Lichtenergie in Strom gewandelt
wird. Zwar ist den Schülern der Begriff Watt unbekannt, doch im Vergleich
vom einen zum anderen Gerät staunten sie: ein Ladetrafo verbraucht
Strom auch ohne angeschlossenes Gerät, ein Haarföhn verbraucht
„riesig viel Strom“, eine Energiesparlampe kommt bei gleichem Licht mit
weniger Strom aus, als eine Glühbirne und vieles mehr.
Die Fragen „spukt es hier etwa?“, wenn
im Zimmer Wärme verschwindet, „welche Lampe frisst Strom?“, wenn sie
mehr Strom braucht als eine andere, „Wer klaut Strom?“, auch wenn ein Gerät
ausgeschaltet ist, „wo sind die Energieverbrecher im Haus?“ wurde weitgehend
von den Schülern selbst ermittelt beim Experimentieren und „ermitteln“.
Begeistert waren alle von einem Gerät,
das, ihnen neu, Stromverbrauch auch in kleinsten Mengen anzeigen konnte.
Deren Freude war riesengroß, als sie am Ende des attraktiven Unterrichtsmorgens
erfuhren, dass die Schule dieses Strommessgerät geschenkt bekommt
und jeder in der Klasse es auch ausleihen darf, um zuhause Energiedetektiv
zu sein. Anhand von Bildern aus einem Wohnhaus mussten alle beweisen dass
sie gute Energiedetektive sind und die Energieräuber ausfindig machen
können. Die Urkunde „Junior Energiedetektiv“ nahm jeder gerne mit
nach Hause. „Somit tragen die Kinder dazu bei den Energiespargedanken aktiv
mit nach Hause zu tragen“, so das Resümee von Rektor Hubert Stekeler.
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