Glas ist nicht nur zerbrechlich
Glasbläser Sommer
informierte an der Leibertinger Wildensteinschule über sein Handwerk
und führte Glasblastechnik vor
„Ihr werdet die heißeste
Schulstunde erleben, die ihr je erleben konntet“ – mit diesen Worten begann
Glasbläser Helmut Sommer aus Dörfles-Esbach bei Coburg mit seinen
Vorführungen zur Kunst der Glasbläserei vor den Leibertinger
Grundschülern in der Schulsporthalle der Wildensteinschule. Das Staunen
nahm 45 Minuten lang fast kein Ende
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Glas ist nicht nur zerbrechlich
Glasbläser Sommer informierte
an der Leibertinger Wildensteinschule über sein Handwerk und führte
Glasblastechnik vor
Walter Hubbuch: Eine ganz andere
Unterrichtsstunde wie gewöhnlich konnten die Grundschule der Leibertinger
Wildensteinschule erleben. Sie bekamen Einblick in ein eigentlich zerbrechliches
Material, Glas. Dass dieses sich wie ein zäher Teig ziehen und formen
lässt, zeigte ihnen Glasbläser Helmut Sommer aus dem Raum Coburg.
Die „heißeste Schulstunde“, wie
er meinte, begann mit kurzer Information zur Glasbläserei im Thüringer
Wald, wo noch um die 500 Glasbläser ihr Handwerk betreiben und tausende
von Christbaumkugeln und Christbaumschmuck zum Beispiel herstellten. Nach
und nach lenkte er die Aufmerksamkeit auf den eigentlichen Kern der heißen
Stunde, nämlich die Bedeutung des Glases, die die Kinder selbst beschrieben:
viele Gebrauchsgegenstände, vom Trinkglas über Glasschüsseln,
Fensterscheiben, Glühbirnen und Fernsehrgeräte. „Was wäre
wohl unsere Welt ohne Fernseher?“ Auf diese provokatorische Frage bekam
er spontan die klare Reaktion: „ooooh!“
Das nächste, aber eher Staunen ausdrückende
„oaaaah“ ging durch die Schülerrunde, als Sommer die Flamme seines
Brenners entzündete, zunächst hoch lodernd und dann blau zischend
brennend. Aus Glasstäben blies er eine Christbaumkugel, eine kunstvolle
christbaumspitze und einen Schwan. Dieser hatte es in besonderer Weise
den Grundschülern angetan, denn er war mit Wasser befüllbar und
konnte als versteckte Spritze verwendet werden. Der Glasbläser hatte
in den Schnabel ein übersehbares kleines Loch eingearbeitet, durch
das ein dünner Wasserstrahl geblasen werden konnte. Zwei Kinder probierten
es erfolgreich zur Belustigung aller aus.
Nach dem Erlöschen der Flamme überreichte
Sommer Rektor Hubert Stekeler zur Erinnerung die abgekühlte
Christbaumspitze. Dieser bedankte sich für die beeindruckende Darstellung
seines Handwerkes und die Vorführung.