Grundschüler folgen
einer Sandale durch Afrika
- Lesung von Andreas Kirchgässner
-
Walter Hubbuch in der Schwäbischen
Zeitung: Die Schüler der Wildensteinschule ließen sich
von Kinderbuchautor Andreas Kirchgäßner und einer Sandale aus
Autoreifen nach Afrika entführen.
Ein leibhaftiger Autor und Kinderbuchschreiber
besuchte die Leibertinger Grundschule „Wildensteinschule“. Alleine schon
davon, einmal einen echten Geschichtenerfinder hautnah erleben zu können
waren die Kinder höchst begeistert.
Der Autor und Kinderbuchschreiber Andreas
Kirchgäßner aus Merdingen am Kaiserstuhl entführte die
Kleinen voll Theatralik nicht nur in Phantasiewelten, sondern verstand
es auch eindrucksvoll, diese mit der Wirklichkeit zu verknüpfen. Bei
den Erst- und Zweitklässlern ließ er Inhalte aus seinem Buch
„Kanini“ aufleben, so gut inszeniert, dass auch die Grundschüler ganz
wach wurden.
Bei den Dritt- und Viertklässlern
ließ Kirchgäßner sich bewusst in die Karten schauen, nicht
jedoch ohne ein paar Geheimnisse zu bewahren. „Um Geschichten zu erfinden,
braucht man eine Geschichtenerfindertasche und da drin sind Sachen, die
helfen, Ideen zu bekommen und Einfälle zu haben“. Jetzt war die Neugier
der Kinder geweckt – als der Autor diese Tasche hervorholte und anfing
auszupacken.
Neben einem Ball entnahm er einen Trichter,
der zunächst große Rätsel aufgab. Das Rätsel war aber
zusammen mit dem Autor schnell gelöst: Der Trichter soll helfen Einfälle
einzufangen und in den Kopf zu bringen. Probe aufs Exempel?- Natürlich
und höchst persönlich: aus Zwiegesprächen mit den Kindern
entwickelte er zusammen mit diesen Kleinstgeschichten aus ihrem persönlichen
Umfeld.
Als der Erzähler eine Sandale aus
der schlauen Tasche nahm bekamen alle Kinder große Augen. Was kommt
jetzt? Dieses Schuhwerk ist der Aufhänger für eine fast unglaubliche
Geschichte, die ihren Anfang in Rotterdam nahm, wo alte Autoreifen verschifft
werden. Einer der Ersatzreifen landet zusammen mit dem Autor im afrikanischen
Ghana. Dort wird der Altreifen als Ersatzreifen an einem Taxibus eingesetzt.
In Tamale verkauft er diesen an einen Händler, der daraus die Sandalen
fertigt. Die spannende Geschichte voller Rätsel und Gründen zum
Staunen wurde voller Faszination von den Schülern aufgenommen, nicht
zuletzt, weil der Autor diese mit viel Gestik, Mimik und Theatralik unterstrich.
(Erschienen: 29.10.2010 17:25)